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Beim Wort Tantra klingen bei vielen Menschen sofort bestimmte Vorurteile an – die sie abschrecken, sich eine besondere Erfahrung zu gönnen.

Hier besonders verbreitete Vorurteile über Tantra:

  • Swingerclub-Setting für Paare oder Einzelne, um endlich ihre erotischen Fantasien mit orientalischem Touch ausleben zu können
  • Seminare, in dem allerlei gehemmte und sexuell unerfahrene Softies ihre Selbstbetroffenheit durch Psycho-Bla-Bla aktualisieren können und hoffen, am Ende jemanden abzukriegen (wie im Film „Elementarteilchen“)
  • reine Selbsterfahrungs- und Psycho-Seminare, in denen sich am Ende eines Jahrestrainings immer noch niemand ausgezogen hat
  • asketische Selbstkasteiung unter der Anleitung autoritärer indischer Gurus oder strenger tibetischer Mönche
  • Codename für Partnersuch-Seminare bzw. eine besonders gute Gelegenheit, endlich mal wieder jemand für eine schöne Nacht „aufzureißen“
  • weichgespülte Laien-Gestalttherapie garniert mit etwas Erotik, das unter dem Label „Tantra“ zu Hochpreisen für gelangweilte Manager und Oberärzte angeboten wird
  • Encounter-Schrei-Dir-Die-Seele-Aus-Dem-Leib-Programme à la Poona in den Siebziger Jahren
  • Wochenenden voller haarsträubender esoterischer Glibbersoße und New-Age-Ausdrücken: Kristallschädel, Ufo-Meditationen, Numerologie, aufgestiegene Meister, Erleuchtung durch Handauflegen oder Astralprojektion.

Falls ihr etwas dieser Art befürchtet (oder erhofft):
Bei uns (und bei allen anderen seriösen Tantra-Instituten) gibt es das alles NICHT!

SinnlichkeitKontakt_web.jpg Was Tantra tatsächlich ist

Unter Tantra versteht man im Westen heutzutage vor allem drei Dinge:

1. Angebote mit hohem Wellness-Charakter

Damit meinen wir Seminare, in denen du dich entspannen kannst und Körper, Seele und Geist verwöhnt wird. Oft sind das im Bereich des Tantra auch Seminare, in denen prickelnde Erotik erfahren wird, schöne, gepflegte Räume, angenehme Düfte, gut gemischte Musik.
Bei besseren Instituten kommt eine professionelle Betreuung und Begleitung durch Leitung und Assistenten dazu, menschliche Wärme und therapeutische Professionalität. Durch ein achtsames Setting und gute Konzeption wird gewährleistet, dass sich niemand schlecht fühlen muss, neue Erfahrungen in einem achtsamen und vorsichtigen Rahmen möglich werden und das für Männer wie Frauen, für Singles wie für Paare.
Mit eigentlichem Tantra hat das noch nicht viel zu tun, kann aber darauf vorbereiten, dass Sexualität und Erotik als Basis für Meditation genutzt werden kann.
Therapeutische Prozesse werden bei solchen Settings nicht vertieft, der Wohlfühlcharakter steht im Vordergrund.

2. Intensive Selbsterfahrung

Was man unter Tantra im Westen auch vielfach versteht, sind Seminare, in denen intensive Selbsterfahrungsprozesse stattfinden, bei denen insbesondere der Bereich Liebe, Eros, Sexualität und Partnerschaft im Fokus stehen. Hier kannst du deine bisherigen Glaubenssätze im erotisch-sexuellen Bereich überprüfen und in Frage stellen und dabei steht dir eine Gruppe zur Verfügung, die mit dir gemeinsam im Prozess ist und von der du wertvolles Feedback erhältst.
Dabei kommen Thematiken zur Sprache wie: bin ich beziehungsfähig? Was macht uns als Paar aus? Wollen wir unsere Beziehung nach außen öffnen? Wie gehe ich mit Eifersucht um? Wer bin ich wirklich als Mann/als Frau? Welchen Archetypen entspreche ich hier? Habe ich Schwierigkeiten mit Nähe? Kann ich Sexualität wirklich genießen oder habe ich hier starke anerzogene Hemmungen?
Von solchen Seminaren kann man unendlich profitieren, weil sie dich bei Erfolg sehr viel mehr zu dir selbst führen, zur inneren Wahrheit in echten Kernfragen. Viel mehr Menschen als allgemein bekannt haben sich in Tantra-Seminaren eine innere Freiheit und Klarheit erarbeitet, von der sie unendlich profitiert haben.
Es erfordert aber von den Teilnehmern den Entschluss, ins Risiko zu gehen und sich in diesen sensiblen Seiten zu zeigen und evtl. auch mal in Frage zu stellen. Von den Leitern erfordern solche Seminare eine hohe therapeutische und energetische Präsenz und sicherlich auch einiges Geschick und fundierte Professionalität. Hier gilt: Vorsicht bei Anfängern oder schlecht ausgebildeten Leitern!
Manche Anbieter gehen hier sehr weit und nutzen Methoden wie Primärtherapie oder Encounter, die sehr aufwühlend sind. Dies kann sehr wirksam im Einzelfall sein, birgt aber auch bestimmte Risiken. Wir haben uns in den letzten Jahren mehr und mehr sanfteren Formen zugewandt, die weniger eindringlich sind, aber genau so wirksam.
Ein solches Tantra-Setting ist für normal belastbare Menschen gedacht. Menschen, die traumatisiert sind oder deren Themen die Gruppe überfordern würden, empfehlen wir fundierte therapeutische Hilfe. Nach erfolgreichem therapeutischen Prozess kann ein Tantra-Seminar oft der richtige Ort sein, um positive Erfahrungen zu sammeln.

IMG_3515.JPG3. Spirituelle Schulung

Tantra im eigentlichen oder engeren Sinne ist eine spirituelle Schulung. Hier kannst du Dimensionen der Existenz erfahren, die deine bisherigen Grenzen spürbar erweitern. Das erfordert von dir die Disziplin, das Gelernte zu Hause umzusetzen und in deinen Alltag zu integrieren. Tantrische Methoden sind extrem wirksam, aber nur, wenn sie auch regelmäßig praktiziert werden. Daher ist es wichtig, übungen für den Alltag einzuüben und zu vermitteln.
Hierzu gehört höheres Yoga, Meditation, Atemarbeit (Pranayama), die Arbeit mit den Chakras und die tantrische Erotik und Sexualität. Dies erfordert von den Anbietern ein hohes Wissen über die energetischen Prozesse im Körper und Kenntnisse in Yoga, Meditation und klassischen tantrischen Wegen und Schriften.
Diese Art von tantrischer spiritueller Praxis steht in unserem Institut zentral. Wir bieten diese Arbeit im Zusammenhang mit vielen hochrangigen befreundeten Lehrern und Lehrerinnen an. Diese Arbeit ist eher für Menschen gedacht, die bereits Erfahrung mit spirituellen Prozessen haben und die sich auch mit den üblichen tantrischen Settings schon vertraut gemacht haben.