Unsere Sicht der Dinge

  • Gute Tantra-Institute haben eine explizite Institutsphilosophie, an der sie sich orientieren und probieren nicht einfach nur einen Mix aus verschiedenen Methoden aus.
  • Der Vita der Tantralehrer ist zu entnehmen, bei wem sie gelernt haben. Wer das  nicht erwähnt, ist meist wahrscheinlich unzureichend ausgebildet.
  • Die Tantra-Lehrer haben eine Ahnung vom klassischen indischen Weg des Tantra-Yoga. Ihr Know-how ist in der Regel verschiedenen Publikationen zu entnehmen, die bezeugen, dass sie auch inhaltsreiche Dinge zu sagen haben und nicht nur Werbung für ihre Kurse machen können.
  • Ihre Selbsterfahrungsseminare werden therapeutisch fundiert begleitet. Sie bieten auch professionelle Nachbetreuung als Beratung, Coaching oder Therapie an.
  • Sie gehen respektvoll mit Grenzen um und sind achtsam im Umgang mit den besonders sensiblen Themen von Eros und Intimität.

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  • Sie arbeiten mit anerkannten Größen aus der Welt des Tantra zusammen und laden des Öfteren andere Lehrer und Meister ein. Wer alle Kurse selbst leitet, schafft oft ein abgeschlossenes Universum, in dem er sich als Guru in den Mittelpunkt stellt, meist ohne das nötige Format dafür zu haben.
  • Tantralehrer mit längerer Berufserfahrung haben natürlich Vorteile: Sie kennen die Sorgen und Nöte ihrer Klienten, ihre Seminarkonzepte sind erprobt und ihre psychologische Kompetenz mit Gruppen steht außer Frage, sonst hätten sie sich nicht so lange halten können. Andererseits: Natürlich gibt es auch talentierte Newcomer; schließlich hat jeder mal angefangen. Bei Instituten, die schon sehr lange im Geschäft sind, sollte man auch prüfen, ob bei ihnen die ursprüngliche Begeisterung und Kreativität schon der Routine gewichen ist
  • Gute Tantra-Institute bieten ihre Kurse in Seminarhäusern mit Übernachtung an und keine Events, bei denen man in den Pausen oder am Abend nach Hause fahren kann. Kurse, bei denen man zu Hause übernachtet, haben nicht dieselbe Tiefe wie Seminare, in denen eine feste Gruppe mehrere Tage zusammen bleibt.
  • Einen allgemein anerkannten Berufsverband der Tantralehrer gibt es nicht. Wenn jemand sich so ausweist, ist das eine PR-Aktion einzelner Institute.
  • Sexuelle und erotische Kontakte von LehrerInnen zu SchülerInnen sind ausgeschlossen. Sollte eine solche Annäherung geschehen oder versucht werden, wäre das völlig inakzeptabel und ein No-Go-Kriterium. Leider, leider kam so etwas sogar bei hohen tibetischen Yogis und anderen Koryphäen vor

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  • Es gibt gute tantrische Yogis und Meister, die aber leider in unprofessionellem Chaos versinken. Bei einem professionellen Institut gibt es gute Kommunikation vor, während und nach dem Seminar, die Räume sind schön hergerichtet, ein Team betreut dich, und die Rahmenbedingungen sind klar und Vertrauen erweckend. Insbesondere wird auch auf Diskretion und Datenschutz geachtet.
  • Die Preisgestaltung: Vorsicht bei Niedrigpreisen, dahinter verbergen sich oft Newcomer ohne Erfahrung, die das nebenberuflich mal ausprobieren wollen.
  • Bei zu hohen Preisen hingegen könnte die Gefahr bestehen, dass es sich um Institute handelt, deren Qualität vor allem in ihrer Werbe- und Geschäftsstrategie besteht und weniger in den Inhalten, die sie vermitteln.
  • Vorsicht, wenn Leiter so etwas wie Erleuchtung oder große Meisterschaft suggerieren. Das kann bei Tantrikern zuweilen zwar schon der Fall sein, wird dann aber nicht unbedingt explizit erwähnt. Häufiger ist das entweder unangemessene Selbstüberschätzung oder ein Trick, um mehr Klienten an Land zu ziehen.
  • Prüfe sorgfältig, welchem Tantra-Institut du dich anvertrauen willst. In Deutschland gibt es sicherlich etwa 20 Institute, die westliches Neo-Tantra auf hohem Niveau und mit Kompetenz vermitteln. Einige davon haben auch Kompetenzen im Bereich des Yoga und des klassischen indischen Tantra- diese sind aus unserer Sicht besonders empfehlenswert.