Bewusstseinserweiterung
Tantra ist ein Weg zur Selbsterkenntnis und Bewusstseinserweiterung, der seine Blütezeit im antiken Indien hatte. Es gibt einen tantrischen Pfad im Hinduismus wie auch im Buddhismus.
Radikale Praxis
Das Besondere an Tantra ist seine radikale Praxisorientierung. Als Tantriker kann nur der gelten, der den Pfad auch übt und nicht, wer Buchwissen besitzt. Die tantrischen Schulen pflegen eine schillernde Vielzahl von Meditations- und Ritualtechniken. Diese werden den unterschiedlichen Persönlichkeiten der Schüler gerecht: jeder/jede soll das üben, was ihm/ihr von Natur aus leicht fällt und was sie am schnellsten weiterbringt. Je nach Schule öffnen sich die Tantriker dabei auch unkonventionellen Methoden. Auch die Erfahrung der Sexualität wird in den tantrischen Weg mit einbezogen.
Nichtdualität
Tantra ist ein Weg, der die Verwirklichung im Diesseits sucht. Die Tantrikerin pflegt die Liebe, die Lebensfreude und die sinnliche Lust, gleichwohl mit dem Anspruch, darin nicht steckenzubleiben, sondern die Erfahrung mit ihrem Bewusstsein "zu durchdringen." Die Tantra-Philosophie lehnt es ab, zwischen rein und unrein, hoch und niedrig, heilig und profan zu unterscheiden, was nur von den Beschränkungen des Geistes herrührt. Ziel ist ein non-duales Bewusstsein, in dem alle Unterscheidungen aufgehoben sind.
Feinstofflicher Körper
Der Weg des Tantra geht besonders über den Körper und sein feinstoffliches Energiesystem. Der Körper ist “der Tempel der Seele” und im Kleinen ein Abbild des gesamten Universum. Wer also seinen Körper und die Energievorgänge voll versteht und lenken kann, der hat Zugang zu den Mysterien der Existenz erreicht. Begriffe wie die im Westen mittlerweile sehr populären Chakras und auch das sehr verbreitete Hatha-Yoga entstammen der tantrischen Tradition.
Eine intensivere und genauere Auseinandersetzung mit Tantra findest du auf der Seite www.tantra-integral.de

